Parkinson-Krankheit
Die Parkinson-Krankheit ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie betrifft die Bewegungssteuerung und äußert sich in zunehmender Steifigkeit und Bewegungsarmut des ganzen Körpers sowie in einem schnellen Zittern der Hände. Deshalb nennt man die Krankheit auch Schüttellähmung. Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. In Europa leben ca. 1,2 Millionen Menschen mit Parkinson und mit einer alternden Bevölkerung wird diese Zahl steigen.
Wie entsteht die Parkinson-Krankheit?
Ein bestimmtes Areal des Stammhirns, die Basalganglien, steuert den flüssigen Ablauf der Bewegungen. Bei der Parkinson-Krankheit gehen Nervenzellen in einem Teil der Basalganglien, in der Schwarzen Substanz (Substantia nigra), zugrunde. Dadurch fehlt der von diesen Zellen freigesetzte und regulierte Botenstoff Dopamin: das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn und folglich die Bewegungskontrolle sind gestört.
Wie verläuft die Parkinson-Krankheit?
Die wesentlichen Krankheitszeichen sind Bewegungsarmut, Steifheit und Ruhezittern. Hieraus ergeben sich auch Probleme des Gleichgewichts, Schluckens, Sprechens und Schreibens.
Weitere Krankheitsfolgen sind Funktionsstörungen der inneren Organe, Schlafstörungen und Depression.
Parkinson ist eine langsam fortschreitende Krankheit. Wenn die ersten Symptome auftreten, sind über 50% der Nervenzellen der Schwarzen Substanz bereits zugrunde gegangen und es werden weniger als 20% des normalerweise produzierten Dopamins bereitgestellt. Je mehr Dopamin-produzierende Nervenzellen der Schwarzen Substanz zugrunde gehen, desto schwerer werden die Symptome und desto schwieriger ist die medikamentöse Therapie.
Wie wird die Parkinson-Krankheit behandelt?
Die Parkinson-Krankheit kann zwar nicht geheilt werden. Man kann jedoch die Beschwerden lindern und das Fortschreiten der Krankheit aufhalten. Dadurch werden Lebensqualität und Lebenserwartung der Patienten verbessert. Neue Wege der Behandlung werden erforscht, um die bewährte medikamentöse Behandlung zu ergänzen.
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