News: Neues aus der Forschung
Nervenzellen leiden an Verstopfung
(Clariness Veröffentlichung Oktober/I 2007)
Forscher der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass die Ursache einer neurodegenerativen Erkrankung, der "Demenz mit Lewy Körperchen" (DLB) nicht wie bisher angenommen der Tod von Nervenzellen ist, sondern eine Kommunikationsstörung. Anhand dieser Erkenntnis ergeben sich nun völlig neue Therapiemöglichkeiten auch für andere neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson. Die Nervenzellen würden erst absterben, nachdem die Kommunikation zwischen den einzelnen Nervenzellen gestört worden sei, weil kleinste Eiweißablagerungen in den Ästen der Nervenzellen abgelagert seien, so Neuropathologe PD Walter Schulz-Schaeffer.
Meldung zuerst veröffentlicht: Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 7.3.2007
Amerikanisches Parkinson-Medikament vom Markt genommen
(Clariness Veröfentlichung Okrober/II 2007)
Das Parkinson-Medikament Permax, ein Dopaminagonist, ist auf Empfehlung der US-Arzneimittelaufsicht FDA vom Markt zurückgezogen worden. Das New England Journal of Medicine hatte berichtet, daß das Medikament, das den Wirkstoff Pergolid enthält, das Risiko von Herzklappen-Fehlern erhöht und damit zu gefährlichen Herzschäden führen kann. Der Hersteller Lilly vertreibt den Wirkstoff Pergolid in Deutschland unter dem Namen Parkotil.
Meldung zuerst veröffentlicht am 29.3.1007: FDA Public Health Advisory
Vorbeugung gegen Parkinson mit Blutdruck-Medikament
(Clariness Veröffentlichung Oktober/III 2007)
Forscher aus den USA erforschen aktuell, mit Hilfe des in Blutdruckmitteln enthaltenen Stoffes Isradipin (ein Kalzium-Antagonist) das Absterben von Nervenzellen zu verhindern, die den Botenstoff Dopamin erzeugen. Das berichtete die Zeitschrift Nature im Juni 2007. Im Mausversuch sind bereits ermutigende Erfolge nachgewiesen. Der Verlust dieser Nervenzellen ist für den Ausbruch der Parkinson-Krankheit verantwortlich. Diese besagten Dopamin-Produzenten werden den so genannten Schrittmacherzellen zugeordnet und geben permanent elektrische Signale ab. Die Symptome der Parkinson-Krankheit kommen von dem Absterben dieser Produzenten.
Meldung zuerst veröffentlicht am 28.6.2007: Nature 447, 1059-1060 (28 June 2007) | doi:10.1038/4471059a
Hängen Parkinson und Übergewicht zusammen?
(Clariness Veröffentlichung Oktober/IV 2007)
Rund 45.000 Männer und Frauen verschiedenen Alters haben über einen Zeitraum von rund 18 Jahren an einer Studie des Nationalen Gesundheitsinstituts in Helsinki teilgenommen, die darüber Aufschluss liefern sollte, ob es einen Zusammenhang zwischen der Parkinson-Erkrankung und Übergewicht gibt. Nun wurden die Ergebnisse veröffentlicht, wie die Ärztezeitung unter Bezug auf die Zeitschrift Neurology schreibt. Im Endeffekt waren 272 Männer und 254 Frauen an Parkinson erkrankt. Je höher der Body-Mass-Index BMI, desto war das Parkinson-Risiko, unabhängig von anderen Risikofaktoren. Männer mit Übergewicht sind laut der Studie noch mehr gefährdet als Frauen.
Meldung zuerst veröffentlicht am 9.5.2007: Ärzte Zeitung, 09.05.2007
Rotigotin-Pflaster
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Eine amerikanische Studiengruppe hat in einer aktuellen Studie die Wirkung eines Rotigotin (Neupro)-Pflasters untersucht und darüber in der Fachzeitschrift Neurology berichtet. Die gleichmäßige Darreichung dieses Dopamin-Agonisten in Pflasterform verringert deutlich die Dauer von "Off"-Phasen bei fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung, die mit L-Dopa behandelt wird. Das Arzneimittel wurde gut vertragen, abgesehen von typischen Nebenwirkungen wie örtlichen Irritationen der Haut und für Dopaminagonisten typische Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit, Dyskinesien.
Meldung zuerst veröffentlicht am ????
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